1999
Es findet eine Versöhnungsfahrt mit dem Institut Neue Impulse nach Israel statt.
Ausbau eines sozialen Jugendzentrums „Villa Wildwuchs“
für die Straßensozialarbeit und Ende des Jahres Umzug dorthin;
Es gibt erste Kontakte zur Fußballfanszene.
Wir verstärken die suchtpräventive Arbeit.

2000
Vorbereitung und Durchführung einer Fachtagung Suchtprävention;
theoretische Gedanken zur Arbeit mit gewaltbereiten und rechtsorientierten Jugendlichen;
Wir stellen mit Fußballfans den Antrag auf Förderung eines Fanprojektes für Babelsberg 03.
2001
Wildwuchs (Diakonisches Werk Potsdam e.V.) wird Mitglied in der
Landesarbeitsgemeinschaft Streetwork/ Mobile Jugendarbeit Brandenburg e.V. (LAG);
Das Fußballfanprojekt wird bewilligt.

2002
Eine Weiterbildung für Internationale Jugendbegegnung beim Institut Neue Impulse beginnt.
Es findet ein Fachkräfteaustausch mit Moskauer und Belgoroder SozialarbeiterInnen statt.
Wir verstärken unsere Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund
und gründen eine Klettergruppe.
Im Rahmen unserer Mitarbeit in der Initiative für Begegnung,
sind wir an der Durchführung von Länderabenden und Straßenfesten für die
Asylsuchenden der Stadt Potsdam beteiligt.
2003
Es beginnt der Aufbau einer Partnerschaft mit Schulen in Betlehem und Hadera
unter Einbeziehung einer Rockband in Potsdam und einer Potsdamer Schule
(Projekt Grenzgänger).
Im Oktober des Jahres werden zahlreiche ehemals zum Landkreis Potsdam-Mittelmark
gehörende Orte (wie z. B. Groß Glienicke, Fahrland, Marquardt u.a.)
nach Potsdam eingemeindet. Damit erhöht sich die geografische Ausdehnung
unseres Arbeitsgebietes erheblich.

November: Wir eröffnen die Skatehalle in der Innenstadt (Kurfürstenstraße).
Eine alte Lagerhalle wird mit jugendlichen Skatern beräumt und mit Mitteln
aus dem Programm „Soziale Stadt“ zu einer Skatehalle umgebaut.


2004
Das Diakonische Werk Potsdam übernimmt die Trägerschaft über den
Abenteuerspielplatz „Blauer Daumen“.
Der pädagogisch betreute Spielplatz In der Aue/Ecke Steinstraße dient
der alternativen Freizeitgestaltung für 9 bis 14 Jährige.

Durch eine Spende der Evangelischen Darlehensgenossenschaft Kiel (EDG)
erwerben wir einen neuen Bus. Der Ford Transit wird unser neues
Streetworkmobil.

Aus unserem Villa Wildwuchs Logo wird mit Hilfe eines Freundes unser
neues Wildwuchs Streetwork Logo. Der schwarze Rabe auf orangefarbenem
Grund dient fortan als öffentlichkeitswirksames Projektlogo.

2005
Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge finanziert für drei Jahre
eine Personalstelle für die Straßensozialarbeit mit jugendlichen Spätaussiedlern.
Das Diakonische Werk stellt einen Pädagogen ein, der selbst Aussiedler ist
und im bestehenden Team integriert wird. Auslöser für den Antrag waren
Konflikte in Groß Glienicke.
2006
Mit Jugendlichen aus der alternativen Szene nehmen wir aktiv am Landesjugendcamp
als Aufbauhelfer teil.
Die Arbeit mit russischsprachigen Jugendlichen wird intensiviert.
Es entstehen mehrere Kleinstprojekte (Angelgruppe, Dynamo Potsdam,
Integrationsklettergruppe).

Wir unternehmen erste Versuche, für die marode „Villa Wildwuchs“
ein anderes Objekt zu finden. Es gibt zunächst keine Aussicht auf Erfolg.

2007
Es gibt Diskussionen um den Streetwork-Standort „Villa Wildwuchs“
(ausbauen oder umziehen?). Letztlich wird ein Umzug favorisiert und
nach neuen Räumlichkeiten gesucht.
Der tragische Unfalltod eines jugendlichen Punks bringt uns an die Grenzen
unserer Arbeit.
In der Villa Wildwuchs findet eine grandiose Weihnachts- und Abschiedsparty statt;
ein Kapitel wird beendet.
Zwei langjährige Kollegen verlassen das Projekt am Jahresende.
2008
Ein Jahr des Umbruchs. Das Team formiert sich mit zwei neuen Mitarbeitern
(darunter die Leitungsstelle) neu.

Im Februar ziehen wir in die neuen Räumlichkeiten in der
Posthofstraße 9 (wieder Innenstadtlage, aber kein Außengelände mehr).
Die Stelle für die Arbeit mit russischsprachigen Jugendlichen läuft aus,
wird aber von der Stadt Potsdam weiterfinanziert. Die erfolgreiche Arbeit
kann fortgeführt werden.

Die Skatehalle wird geschlossen, da die Stadt das Gelände verkauft.
2009

Erneut Umstrukturierung im Team. Streetwork und Fanprojekt rücken näher zusammen,
was sich durch eine 50/50 Stelle manifestiert. Das Fanprojekt arbeitet fortan
mit zwei Mitarbeitern.
Wir bauen mit russischsprachigen Jugendlichen ein Floß, welches durch die
modulare Bauweise immer wieder genutzt werden kann.

2010
Inhalt folgt
2011
Wir entdecken das Web 2.0 bzw. die sozialen Netzwerke als Kommunikationsmittel
für unsere Arbeit. Eine Projektseite und zwei personalisierte Accounts für
Beratung werden bei Facebook probeweise eingerichtet.
Die Teamleitung bleibt aufgrund von Elternzeit weiterhin provisorisch besetzt.
2012
Mit einem Smartphone als neuem Diensthandy sind wir nun auch unterwegs online.
Wir verkaufen den alten Bus und legen uns einen Nissan Primastar als
Streetworkmobil zu. Mit der Standheizung sind wir nun in der Lage
Winter-/Kältetouren in Potsdam durchzuführen.

Die Leitungsstelle wird teamintern besetzt.

2013
Mitte des Jahres gibt es Hinweise auf finanzielle Probleme des Trägers.
Im November meldet das Diakonische Werk Potsdam e.V. Insolvenz an.
Unabhängig davon wird uns zum 31.01.2014 das Büro in der Posthofstraße 9 gekündigt.
Wir beginnen mit der Suche nach neuen Räumen. Die Projektleitung geht ab November in Elternzeit.
Inhaltlich ist politische Bildung das Schwerpunktthema.
In Kooperation mit dem Fanprojekt Babelsberg findet ein Jugendaustausch
mit Jugendlichen aus Manchester und Potsdam statt.

Im September beteiligen wir uns an der U 18 Wahl und sind eine Woche lang
als mobiles Wahllokal in der Stadt unterwegs.

2014
Wir ziehen vorübergehend in die ehemalige Geschäftsstelle des Diakonischen
Werkes Potsdam e.V., in die Mauerstraße 2, welche im Laufe des Jahres verkauft wird.

Wir sind Teil der Initiative „Dein erstes Mal Wählen“ und flankieren damit
die Kommunalwahl in Potsdam mit Angeboten und Aktionen für jugendliche Erstwähler.
Zum 01.06.2014 werden die Projekte Wildwuchs Streetwork, Fanprojekt Babelsberg
und Abenteuerspielplatz „Blauer Daumen“ in die Trägerschaft der Stiftung SPI –
Niederlassung Brandenburg gegeben. Die Projektleitung übernimmt der
Standortleiter der Stiftung SPI in Potsdam.

Als Nachwehe der Insolvenz wird unser geleaster Streetworkbus im Oktober
durch die Bank eingezogen. Wir nutzen wahlweise Fahrzeuge des Lindenparks.
2015
Anfang 2015 war das Fußballprojekt mit russischsprachigen Jugendlichen und Migranten so stark gewachsen, dass die Teilnehmerzahl die Kapazitäten der Halle sprengten. Bis zu 50 Teilnehmenden kamen oder waren interessiert. Außerdem war die Altersspanne sehr unterschiedlich, wodurch sehr unterschiedliche Spielweisen entstanden. Hier wurden die Mitarbeiter stark in den organisatorischen Ablauf eingebunden wodurch viel weniger Zeit für Beratungsgespräche blieb oder diese auf später verschoben werden mussten. Im April entspannte sich die enge Situation wieder etwas durch die Nutzung des Sportplatzes Am Kahleberg. Es lag aber auf der Hand, dass im Herbst wieder eine vergleichbare Situation eintreten würde. Daher erweiterte Wildwuchs Streetwork sein Angebot in der kalten Jahreszeit in Sporthallen zu trainieren. Dank bewilligter Fördermittel des Sparkassen-Zweckertragssparens ist es seit Oktober 2015 möglich, eine weitere Gruppe in einer Sporthalle am Schlaatz trainieren zu lassen. Zusätzlich wurde dieses Projekt mit vielen Materialien ausgestattet. Es wendet sich an die Zielgruppe geflüchteter Jugendlicher zwischen 14 und 17 Jahre die in Potsdam wohnen, sowie deren Geschwisterkinder. Für diese Gruppe stehen zwei Trainer zur Verfügung, welche selber einen Migrationshintergrund und eine Fluchthistorie haben. Außerdem ist vorgesehen, dass mit den Teilnehmern zusätzlich Ausflüge, Freizeitaktionen und Teilnahmen an Turnieren unternommen werden.

2016
Weihnachtsfeier mit selbstgemachtem Borschtsch
Die Idee zu einer gemeinsamen Borschtsch-Aktion mit den Teilnehmenden der Fußballprojekte entstand bei der Teamklausur. Dabei sollten alle Beteiligten zusammen eine russische Borschtsch-Suppe nach Originalrezept kochen.
Somit wurde bei frostigen Temperaturen vor der Sporthalle Gemüse und Fleisch geschnitten und in der “Gulaschkanone” des Wildwuchs Streetwork Teams zu einem leckeren Borschtsch zubereitet. Parallel dazu wurde auch gegrillt und in der Sporthalle Fußball gespielt. Währenddessen wurden viele Gespräche geführt und das (Fußball)jahr 2016 noch einmal rekapituliert. An diesem Tag wurde ein kleines internes Turnier zwischen der deutschen und der tschetschenischen Fußballgruppe vereinbart. Dieses sollte den Auftakt ins neue Jahr 2017 bilden.

2017
Bereits zum zweiten Mal nach 2016 fand ein Weihnachtsfußballturnier für unsere somalischen Projektteilnehmenden statt. Aufgrund der mittlerweile sehr hohen Teilnehmendenzahl fand die Feier in der großen Sporthalle am Schilfhof statt und es erschienen auch ca. 30-40 Teilnehmende zum Fußballspielen und gemütlichen Beisammensein. Neben dem sportlichen Wettbewerb wurde auch wieder traditionell der Grill angeschmissen. Ein kleines Weihnachtspräsent gab es noch obendrauf und im Endeffekt waren die Wildwuchs Mitarbeitenden zufrieden mit dem Turnier und mit dem gesamten Fußballjahr 2017.
Traditionell zum Abschluss der Sommersaison auf dem Sportplatz “Am Kahleberg” in Potsdam Waldstadt fand das Abschlussgrillen statt. Dabei versammelten sich mehrere Mannschaften bestehend aus verschiedenen Nationen zu einem kleinen Fußballturnier. Nach dem Turnier wurde gemeinsam mit den Straßensozialarbeitenden des Wildwuchs Teams gegrillt.
2018
Im Zuge des engen Austauschs mit den Kolleginnen von Creso, dem Streetwork-Projekt für Menschen ab 27 Jahren, fiel den Mitarbeiterinnen aus beiden Projekten auf, dass es in Potsdam nur wenig bis gar keine sozialen Angebote ausschließlich für Frauen und Mädchen gibt. Deshalb formte sich der Gedanke Treffen zu initiieren, bei denen Frauen und Mädchen die Möglichkeit bekommen, sich über alltägliche Dinge oder auch Problemlagen wie (verdeckter) Obdachlosigkeit oder Gewalterfahrungen austauschen zu können. Der Fokus liegt dementsprechend vor allem auf Frauen und Mädchen, die auf der Straße oder in Abhängigkeitsbeziehungen zu Männern leben.
Nach anfänglichen Startschwierigkeiten lief das Format gut an und wird auch im Jahr 2019 fortgesetzt und soll durch gemeinsame Tagesausflüge erweitert werden.
Im November veranstalteten die Kolleginnen von Wildwuchs Streetwork, dem Mädchentreff Zimtzicken und dem Jugendclub OstbloQ einen Abendspaziergang für Mädchen. Anlass für diese Aktion war die von den Besucherinnen der Zimtzicken und des OstbloQs immer häufiger geäußerte Angst, abends im Dunkeln nach Hause zu gehen oder sich im Stadtteil aufzuhalten. Organisatorisch wurde der Abend in zwei Teile gegliedert: Zunächst fanden sich die ca. 10-12 Teilnehmerinnen im Alter von 6 bis 14 Jahren im Mädchentreff zu einem moderierten Gespräch zusammen. Dabei wurde herausgearbeitet, wovor genau die Mädchen Angst haben und welche Situationen diese Ängste auslösen. Auf dieser Grundlage wurden anschließend Bewältigungsstrategien erarbeitet und vorgestellt.
Nach dem theoretischen folgte schließlich auch ein praktischer Teil. Als es dunkel wurden ging die gesamte Gruppe durch verschiedene, von den Mädchen als heikel empfundene Straßen und Winkel in Zentrum Ost. Dieser ‘Spaziergang’ diente dazu, das Besprochene noch einmal zu verdeutlichen und die erarbeiteten Bewältigungsstrategien zu verfestigen.
2019
In enger Zusammenarbeit mit dem Jugendclub OstbloQ und dem Fanprojekt Babelsberg organisierte Wildwuchs Streetwork im Juli 2019 erstmalig ein Open-Air-Tisch-Kickerturnier auf dem zentral gelegenen Bassinplatz in Potsdams Innenstadt. Neben einem spannenden und fairen Wettkampf zwischen insgesamt 9 Teams konnten sich zufällig vorbeischauende junge Menschen, Erwachsene und Kinder an Musik, verschiedenen Spielgeräten, Hängematten und Graffitisprühdosen sowie Getränken und Gegrilltem erfreuen.
Es ist schon zur Tradition geworden, dass Wildwuchs Streetwork und der Jugendclub OstbloQ im Frühjahr zum „Ankesseln“ einladen, das mit jungen Menschen zusammen die warme Jahreszeit und damit auch die Aktionssaison auf dem Bassinplatz einleiten soll. Auch im April 2019 verlief dieses kulinarische Debüt entspannt und gemütlich. Neben köstlichem Eintopf aus dem Streetwork-Kessel gab es Sitzsäcke und Musik sowie Spielgeräte und Spraydosen zum Verschönern der legalen Graffitiwände am Platz.

Erstmalig hinzu kam dieses Jahr ein „Abkesseln“, bzw. ein Abgrillen, das in derselben Konstellation im September durchgeführt wurde und den Ausklang eines tollen und aktionsreichen Sommers markiert hat.
2020
Der 20-Jährige Geburtstag war ein Event, das viele Vorbereitungen benötigte, aber zu einer gelungenen Feier wurde. Leider konnte der Geburtstag aufgrund der Covid-19-Pandemie nicht wie geplant am Bassi stattfinden. Daher wurde aus einer Gastgeberveranstaltung eine aufsuchende Tour im Sinne der aufsuchenden Arbeit an den Orten der Jugendlichen. Geplant war eine zweitägige Fahrradtour durch ganz Potsdam. Dank des Lastenrades konnten zahlreiche kleine Geschenke und andere Dinge transportiert werden. Am Mittwoch den 19.08.2020 ging es los.

Mit Musik und guter Laune zog das Wildwuchs-Team durch den Süden Potsdams. Vorbei am Stern-Drewitz-Kirchsteigfeld, fuhren wir in die Waldstadt, um den Tag mit einem Fußballnachmittag am Kahleberg zu beenden. Die Fußballfreunde in Waldstadt durften sich sogar über ein selbst erstelltes Quiz zum Thema Kahleberg freuen und ihr Wissen unter Beweis stellen. Am nächsten Tag, den 20.08.2020 führte die Tour in den Schlaatz, nach Babelsberg und Zentrum Ost. Im Schlaatz begegneten gab es ausführliche Gespräche mit bekannten Bewohnenden. Im Anschluss wurden in Babelsberg das Fanprojekt und in Zentrum Ost der OstbloQ besucht.

2021
Dieses Jahr wurde Fußballgolf getestet! Doch auch das Baden und Volleyballspielen kam nicht zu kurz!

Mit insgesamt zehn männlichen Teilnehmern ging es mittlerweile schon traditionell für fünf Tage nach Wittenberge. Am dortigen Friedensteich sollten die Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit tschetschenischer Herkunft die Möglichkeit zur Entspannung bekommen. Mit verschiedenen Freizeit- und Sportaktivitäten wurden die Tage bei bestem Sommerwetter verbracht. An den Abenden wurden häufig gemeinsam Gesellschaftsspiele gespielt und traditionell tschetschenisch zubereitetes Essen genossen. Alle Teilnehmenden waren sich einig, im Jahr 2022, erneut einen solchen Ausflug machen zu wollen.

2022
Unser jährliches An- und Abkesseln konnte die Jahre davor aufgrund der Pandemie leider nicht stattfinden. Nun war es endlich wieder soweit und zahlreiche Jugendliche fanden sich an diesem Tag in und um den Bassinplatz ein. Wir hatten eine leckere, warme Suppe gezaubert und Musik dabei. In Kooperation mit dem Stadtjugendring(SJR) e.V. hatten wir Zugang zum kleinen Häuschen für Strom und Licht. Außerdem wurden die Chillsäcke aus dem Häuschen mitgenutzt. Der SJR stellte zudem einen kleinen Aufsteller mit einer Umfrage auf um mit Kindern, Jugendlichen aber auch erwachsenen Anwohnern ins Gespräch zu kommen. Zudem beteiligte sich Chill Out mit alkoholfreien Cocktails, sodass für jeden etwas dabei war. Es war eine sehr gelungene Veranstaltung mit einem guten Austausch aller Beteiligten.
Unter der Aktion „Capybara“ startete der Wunsch zum Besuch des Zoos in Berlin.
Der Jugendliche hatte diese Gattung noch nie sehen können, also ermöglichten wir ihm das Ganze in unserem Rahmen der Tagesaktionen. Vorab gab es ebenfalls Absprachen mit den Gruppen der Wittenberge Fahrt, die ebenfalls den Wunsch äußerten, sodass es dort erneut zu einem Wiedersehen kam. Nachdem alle fleißig in Kleingruppen unterwegs waren, trafen wir uns zum Mittagessen um die erlebten Dinge zu reflektieren. Durch die gemischte Gruppe wurden viele verschiedene Sichtweisen aufgezeigt und es war für jeden eine Bereicherung. Nach der Aktion gab es viele glückliche Gesichter und die Gruppen sind ein wenig zusammen gewachsen.
2023
Im Oktober 2023 wurde außerdem ein niedrigschwelliges Sportangebot mit Elementen aus dem Ringen initiiert. Das Projekt konnte schnell erfolgreich starten und es fanden sich rasch ausschließlich männliche Teilnehmenden. Darunter insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene mit Migrationshintergrund. Beispielhaft genannt seien dafür Menschen aus Tschetschenien, der Ukraine, aus dem arabischen Raum, aus Afghanistan und aus dem russischsprachigen Raum.
Ankesseln 28.04.2023
Gutes Wetter, tolle Kooperationspartner und viele Jugendliche kamen an diesem Tag zur Aktionsfläche auf dem Bassi. Dieses Jahr waren erneut Chillout e.V., durch den Ostbloq vertreten, die AWO Junge Plattform mit von der Partie und der Stadtjugendring(SJR) e.V. überließ uns wieder die Fläche und beteiligte sich in Form von Flyern. Dieses Mal gab es unter dem Motto „Orient“ leckeres Sucuk und Halloumi mit frischem Salat und selber gemachten Soßen, dazu würzigen Tee, Ayran, eine frische Limo und für die Künstler Henna Tattoos zum selber aufmalen.
Wieder Mal eine gelungene Veranstaltung die ein wenig wächst.
Abkesseln 13.10.2023
Erneut wurde unter dem Motto Halloween ein spaßiges, unterhaltsames & gruseliges Programm geboten. Leckerste Kürbissuppe mit Suchtfaktor, leckere Mocktails & Kinderpunsch ergänzt mit Ohrringen zum selber basteln und entspannte Musik standen dieses Mal auf dem Programm.
Alle Kooperationspartner (SJR, Chillout, AWO junge Plattform) trugen erneut zu einem tollen Event auf der Aktionsfläche des Bassi bei. Das Wetter spielte wohl nicht in die Karten, denn am Vormittag war es regnerisch. Zur Aktionszeit selber war es mild.
2024
Unter dem Motto „Open Air beim Bassi“ organisierten engagierte Jugendliche eine gelungene Musikveranstaltung bei bestem Wetter. Zahlreiche junge Besucher*innen sowie unsere Kooperationspartner*innen versammelten sich auf der Aktionsfläche am Bassi und genossen ein vielseitiges Programm.
In diesem Jahr waren unsere Partner Chillout e.V. – vertreten durch den Ostbloq –, die AWO Junge Plattform sowie der Stadtjugendring (SJR) e.V. beteiligt, welcher uns freundlicherweise erneut die Fläche zur Verfügung stellte.
Neben der musikalischen Gestaltung durch verschiedene DJs konnten die Besucher*innen alkoholfreie Cocktails, Hotdogs und handgefertigten Ohrschmuck genießen. Die Veranstaltung wurde sehr gut angenommen und war ein voller Erfolg.

Auch das diesjährige Abkesseln fand mit musikalischer Unterstützung mehrerer DJs statt, die bei den Jugendlichen für Begeisterung sorgten – diesmal ohne festes Motto, jedoch mit einem ebenso vielfältigen Angebot.
Passend zur herbstlichen Jahreszeit wurden Kürbissuppe, alkoholfreie Cocktails („Mocktails“) sowie Kinderpunsch angeboten. Ergänzt wurde das Programm durch kreative Mitmachaktionen, wie das Basteln von Ohrringen und Schmuck.
Unsere bewährten Kooperationspartner – SJR, Chillout e.V. und die AWO Junge Plattform – waren auch dieses Mal vertreten und trugen maßgeblich zum Gelingen der Veranstaltung bei. Im Vergleich zum Frühjahr war die Besucherzahl etwas geringer, weshalb wir mit allen Beteiligten in den Austausch gehen werden, um mögliche Optimierungen für zukünftige Veranstaltungen zu besprechen.
Der mittlerweile schon traditionelle Sommerausflug nach Wittenberge fand auch in diesem Jahr wieder statt. Somit machten sich auch in 2024 zwei Straßensozialarbeiter mit 12 ukrainisch-stämmigen Jugendlichen auf den Weg. Die 15 – 18jährigen Teilnehmenden konnten hierbei baden gehen, Volleyball spielen und auch spontane Trainingsrunden veranstalten. Ferner konnte erneut auch die Zeit genutzt werden, um wichtige Themen wie Schulabschlüsse, Ausbildungsplatzsuche und generell Leben in Deutschland besprochen werden.
Erneut konnten alle Beteiligten zufrieden auf einen gelungenen Ausflug zurückblicken. Die Gelegenheit, für ein paar Tage die gewohnte Umgebung zu verlassen, ist für die Zielgruppe nach wie vor wichtig, um kurzzeitig abzuschalten, einen Perspektivwechsel vorzunehmen oder um ein paar schöne gemeinsame Erlebnisse zu haben.
2025
Wildwuchs Streetwork wird 25 Jahre alt! Zusammen mit Euch haben wir das groß auf dem Kahlebergsportplatz gefeiert! Vor Ort waren eine Bühne, zwei Hüpfburgen für die Kinder, die freiwillige Feuerwehr, ein Schminktisch, mehrere Fußballmannschaften und in der Spitze etwa zweihundert Gäste. Aufgrund der erstaunlich hohen Teilnehmendenzahl und des durchgehend positiven Feedbacks, entstand der Wunsch und die Nachfrage nach einer Wiederholung im nächsten Jahr 2026.

Beats am Bassi: Neues Format, gleiche Besetzung bzw. wurde das Angebot erweitert, sodass neben den bisher bekannten Kooperationspartnern SJR, Chillout & AWO Junge Plattform auch der Club18 und das Regenkombinat mit am Start waren. Der erstgeplante Termin musste aufgrund von schlechter Wettervorhersage abgesagt werden wodurch es nicht am Anfang sondern zum Ende der Ferienzeit stattfand.
Wie immer gab es neben Essen und Trinken, Hot Dogs und Mocktails, einige Mitmachangebote wie Graffiti, Buttons, Wikinger Schach und Dosenwerfen, sowie herausragende DJ’s.
Am 11. Oktober 2025 fand in Potsdam erneut der Weltmädchen*tag statt. Der Weltmädchentag 2025 setzte erneut ein deutliches Zeichen für Gleichstellung, Empowerment sowie gegen Gewalt und strukturelle Benachteiligung von Mädchen* und Frauen*. Insgesamt kann die Veranstaltung als sehr erfolgreich bewertet werden. Aufgrund der positiven Resonanz ist eine Fortführung in den kommenden Jahren geplant. Darüber hinaus stellte Wildwuchs Streetwork ein Awareness-Team. Die Awarenessarbeit dient der Sensibilisierung für Machtmissbrauch, Grenzverletzungen und Diskriminierung sowie der Prävention und dem professionellen Umgang mit akuten Situationen. Sie soll künftig als fester Bestandteil in die Arbeit von Wildwuchs Streetwork integriert werden.
2026
Inhalt 2026
