Abriß der sozialdiakonischen Kinder- und Jugendarbeit / Straßensozialarbeit in Potsdam von 1988 bis 1999

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Im Jahre 1999/2000 verändern sich die Arbeitsbedingungen und -strukturen für das Arbeitsfeld Straßensozialarbeit in Potsdam. Die Arbeit soll bei einem Träger gebündelt werden. Neue Standards und Rahmenbedingungen werden durch uns dem Jugendamt Potsdam vorgelegt und abgestimmt.
Die Trägerschaft über die nun neu strukturierte Arbeit übernimmt das Diakonische Werk Potsdam e.V.
Das Projekt, welches nun für das ganze Potsdamer Stadtgebiet zuständig ist, erhält den Namen Wildwuchs Streetwork.

1999

Es findet eine Versöhnungsfahrt mit dem Institut Neue Impulse nach Israel statt.
Ausbau eines sozialen Jugendzentrums „Villa Wildwuchs“ für die Straßensozialarbeit und Ende des Jahres Umzug dorthin;
Es gibt erste Kontakte zur Fußballfanszene.
Wir verstärken die suchtpräventive Arbeit.

altes wildwuchs logo

ab 2000

Vorbereitung und Durchführung einer Fachtagung Suchtprävention;
theoretische Gedanken zur Arbeit mit gewaltbereiten und rechtsorientierten Jugendlichen;
Wir stellen mit Fußballfans den Antrag auf Förderung eines Fanprojektes für Babelsberg 03.

2001

Wildwuchs (Diakonisches Werk Potsdam e.V.) wird Mitglied in der Landesarbeitsgemeinschaft Streetwork/ Mobile Jugendarbeit Brandenburg e.V. (LAG);
Das Fußballfanprojekt wird bewilligt.

altes logo svb 03

2002

Eine Weiterbildung für Internationale Jugendbegegnung beim Institut Neue Impulse beginnt.
Es findet ein Fachkräfteaustausch mit Moskauer und Belgoroder SozialarbeiterInnen statt.
Wir verstärken unsere Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund und gründen eine Klettergruppe.
Im Rahmen unserer Mitarbeit in der Initiative für Begegnung, sind wir an der Durchführung von Länderabenden und Straßenfesten für die Asylsuchenden der Stadt Potsdam beteiligt.

2003

Es beginnt der Aufbau einer Partnerschaft mit Schulen in Betlehem und Hadera unter Einbeziehung einer Rockband in Potsdam und einer Potsdamer Schule (Projekt Grenzgänger).
Im Oktober des Jahres werden zahlreiche ehemals zum Landkreis Potsdam-Mittelmark gehörende Orte (wie z. B. Groß Glienicke, Fahrland, Marquardt u.a.) nach Potsdam eingemeindet. Damit erhöht sich die geografische Ausdehnung unseres Arbeitsgebietes erheblich.

taube

November 2003

Wir eröffnen die Skatehalle in der Innenstadt (Kurfürstenstraße).
Eine alte Lagerhalle wird mit jugendlichen Skatern beräumt und mit Mitteln aus dem Programm ‚Soziale Stadt’ zu einer Skatehalle umgebaut.

skatehalle postkarte skatehalle

2004

Das Diakonische Werk Potsdam übernimmt die Trägerschaft über den Abenteuerspielplatz ‚Blauer Daumen’. Der pädagogisch betreute Spielplatz In der Aue/Ecke Steinstraße dient der alternativen Freizeitgestaltung für 9 bis 14 Jährige.
Durch eine Spende der Evangelischen Darlehensgenossenschaft Kiel (EDG) erwerben wir einen neuen Bus. Der Ford Transit wird unser neues Streetworkmobil.
Aus unserem Villa Wildwuchs Logo wird mit Hilfe eines Freundes unser neues Wildwuchs Streetwork Logo. Der schwarze Rabe auf orangefarbenem Grund dient fortan als öffentlichkeitswirksames Projektlogo.

logo asp streetworkmobil logo streetwork

Juni 2005

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge finanziert für drei Jahre eine Personalstelle für die Straßensozialarbeit mit jugendlichen Spätaussiedlern. Das Diakonische Werk stellt einen Pädagogen ein, der selbst Aussiedler ist und im bestehenden Team integriert wird. Auslöser für den Antrag waren Konflikte in Groß Glienicke.

2005

Wir überarbeiten unsere Konzeption und stellen im November, nach einem Jahr intensiver Arbeit, unser neues Qualitätshandbuch im Jugendhilfeausschuß vor.
Die Internetpräsenz unter www.wildwuchs-potsdam.de wird professioneller (neue Gestaltung, mehr Inhalt, mehr Infos und bessere Bedienbarkeit).

2006

Mit Jugendlichen aus der alternativen Szene nehmen wir aktiv am Landesjugendcamp als Aufbauhelfer teil.
Die Arbeit mit russischsprachigen Jugendlichen wird intensiviert. Es entstehen mehrere Kleinstprojekte (Angelgruppe, Dynamo Potsdam, Integrationsklettergruppe).
Wir unternehmen erste Versuche, für die marode ‚Villa Wildwuchs’ ein anderes Objekt zu finden. Es gibt zunächst keine Aussicht auf Erfolg.

team 2006 villa wildwuchs

2007

Es gibt Diskussionen um den Streetwork-Standort ‚Villa Wildwuchs’ (ausbauen oder umziehen?). Letztlich wird ein Umzug favorisiert und nach neuen Räumlichkeiten gesucht.
Der tragische Unfalltod eines jugendlichen Punks bringt uns an die Grenzen unserer Arbeit.
In der Villa Wildwuchs findet eine grandiose Weihnachts- und Abschiedsparty statt; ein Kapitel wird beendet.
Zwei langjährige Kollegen verlassen das Projekt am Jahresende.

2008

Ein Jahr des Umbruchs. Das Team formiert sich mit zwei neuen Mitarbeitern (darunter die Leitungsstelle) neu.
Im Februar ziehen wir in die neuen Räumlichkeiten in der Posthofstraße 9 (wieder Innenstadtlage, aber kein Außengelände mehr).
Die Stelle für die Arbeit mit russischsprachigen Jugendlichen läuft aus, wird aber von der Stadt Potsdam weiterfinanziert. Die erfolgreiche Arbeit kann fortgeführt werden.
Die Skatehalle wird geschlossen, da die Stadt das Gelände verkauft.

team 2008 posthofstraße 9

2009

Erneut Umstrukturierung im Team. Streetwork und Fanprojekt rücken näher zusammen, was sich durch eine 50/50 Stelle manifestiert. Das Fanprojekt arbeitet fortan mit zwei Mitarbeitern.
Wir bauen mit russischsprachigen Jugendlichen ein Floß, welches durch die modulare Bauweise immer wieder genutzt werden kann.

2010

Jubiläumsjahr! 10 Jahre Streetwork beim Diakonischen Werk Potsdam. Aus diesem Anlaß veranstalten wir ein Konzert auf der Aktionsfläche am Bassinplatz und führen eine Fachtagung mit 120 Gästen zum Thema:'Streetwork im Wandel der Zeit' durch.
Zwei neue Mitarbeiterinnen beginnen im August bzw. September ihre Tätigkeit im Projekt als Elternzeitvertretungen.

team 10 jahre logo 10 jahre

2011

Wir entdecken das Web 2.0 bzw. die sozialen Netzwerke als Kommunikationsmittel für unsere Arbeit. Eine Projektseite und zwei personalisierte Accounts für Beratung werden bei Facebook probeweise eingerichtet.
Die Teamleitung bleibt aufgrund von Elternzeit weiterhin provisorisch besetzt.

2012

Mit einem Smartphone als neuem Diensthandy sind wir nun auch unterwegs online.
Wir verkaufen den alten Bus und legen uns einen Nissan Primastar als Streetworkmobil zu. Mit der Standheizung sind wir nun in der Lage Winter-/ Kältetouren in Potsdam durchzuführen.
Die Leitungsstelle wird teamintern besetzt.

team 2012 bus 2012

2013

Mitte des Jahres gibt es Hinweise auf finanzielle Probleme des Trägers. Im November meldet das Diakonische Werk Potsdam e.V. Insolvenz an. Unabhängig davon wird uns zum 31.01.2014 das Büro in der Posthofstraße 9 gekündigt. Wir beginnen mit der Suche nach neuen Räumen. Die Projektleitung geht ab November in Elternzeit.
Inhaltlich ist politische Bildung das Schwerpunktthema. In Kooperation mit dem Fanprojekt Babelsberg findet ein Jugendaustausch mit Jugendlichen aus Manchester und Potsdam statt. Im September beteiligen wir uns an der U 18 Wahl und sind eine Woche lang als mobiles Wahllokal in der Stadt unterwegs.

fcum U18 Wahl

2014

Wir ziehen vorübergehend in die ehemalige Geschäftsstelle des Diakonischen Werkes Potsdam e.V., in die Mauerstraße 2, welche im Laufe des Jahres verkauft wird.
Wir sind Teil der Initiative 'Dein erstes Mal Wählen' und flankieren damit die Kommunalwahl in Potsdam mit Angeboten und Aktionen für jugendliche Erstwähler.
Zum 01.06.2014 werden die Projekte Wildwuchs Streetwork, Fanprojekt Babelsberg und Abenteuerspielplatz 'Blauer Daumen' in die Trägerschaft der Stiftung SPI - Niederlassung Brandenburg gegeben. Die Projektleitung übernimmt der Standortleiter der Stiftung SPI in Potsdam.
Als Nachwehe der Insolvenz wird unser geleaster Streetworkbus im Oktober durch die Bank eingezogen. Wir nutzen wahlweise Fahrzeuge des Lindenparks.

Mauerstrasse Logo SPI

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